Neue Chancen fĂŒr deutsch-dĂ€nische Kooperationen im Export-Markt - Handwerk Nordfriesland
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Neue Chancen fĂŒr deutsch-dĂ€nische Kooperationen im Export-Markt



Neue Chancen fĂŒr deutsch-dĂ€nische Kooperationen im Export-Markt

Wirtschaftsförderungen Nordfriesland und Tondern stĂ€rken ein kooperatives Miteinander der deutsch-dĂ€nischen Wirtschaftsregion durch aktives Netzwerken auf Schloß Schackenborg    Husum, den 09.04.2019


HUSUM / TONDERN –  Beim diesjĂ€hrigen Deutsch-DĂ€nischen Export-Netzwerk gab es handfeste UnterstĂŒtzung und nĂŒtzliche Tipps aus der Praxis fĂŒr Firmen und deren ersten oder auch den nĂ€chsten Schritt in auslĂ€ndische MĂ€rkte. Dazu trafen sich knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen nördlich und sĂŒdlich der Grenze auf Schloss Schackenborg in MĂžgeltondern und folgten den Praxisberichten der Redner.

Das deutsch-dĂ€nische Projekt Fit4Jobs@WaddenC (F4J) setzt sich aktiv fĂŒr einen lebendigen Dialog und ein kooperatives Miteinander in der deutsch-dĂ€nischen Wirtschaftsregion ein. Das Ziel ist es, Synergien zu nutzen und so die Entwicklung der Standorte voranzutreiben. Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze sollen fĂŒr ein grenzĂŒberschreitendes Arbeiten motiviert und qualifiziert werden. DarĂŒberhinaus möchte die Initiative die ansĂ€ssigen Wirtschaftsakteure bei der FachkrĂ€ftegewinnung unterstĂŒtzen. Dies geschieht zum großen Teil durch den Aufbau eines soliden grenzĂŒberschreitenden Netzwerkes.

Tommy Seeberg leitet mit der Firma „Hydro Precision Tubing“ gleichzeitig ein deutsches und ein dĂ€nisches Unternehmen und ist sich sicher, dass die Deutschen von der leichteren und offeneren dĂ€nischen MentalitĂ€t profitieren können, die Dinge engagierter anzugehen. Umgekehrt könnten sich die DĂ€nen von den deutschen Kollegen die Disziplin und GrĂŒndlichkeit im Arbeitsleben abschauen. Christoph Voß von „Voss GmbH & Co. KG“ weist darauf hin, dass es unabdingbar ist, die kulturellen Unterschiede des jeweiligen Landes zu beachten und zu respektieren. Damit sind nicht nur die verschiedenen GeschmĂ€cker und Vorlieben gemeint, sondern insbesondere auch die Notwendigkeit unterschiedlicher Marketingstrategien. So berichtete er ĂŒber die Erfahrungen beim Aufbau einer Vertriebs-Internetplattform in 7 europĂ€ischen LĂ€ndern. Export-Spezialist Christian Lohse von Adolf Nissen Elektrobau GmbH & Co KG, die in ĂŒber 60 LĂ€ndern Road Safety-Systeme aus Tönning in die Welt vertreiben, gibt ganz konkret zu Bedenken: „Es ist grob fahrlĂ€ssig anzunehmen, dass sich die Gepflogenheiten aus dem Heimatmarkt einfach auf ein Nachbarland ĂŒbertragen lassen.“

Einen ganz anderen entscheidenden Knackpunkt in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und DĂ€nemark sieht Prof. Dr. Thomas Ebel von der Syddansk UniversitĂ€t, der von vielen „Hidden Champions“ in der Region spricht. Seiner Meinung nach sind auf dem Gebiet der Digitalisierung zukĂŒnftige Investitionen unabdingbar. Einigkeit herrschte darĂŒber, dass die Kommunikation und das Netzwerken zwischen beiden LĂ€ndern das A und O sind. Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland unterstĂŒtzt tatkrĂ€ftig dabei. „Unser Ziel ist es, mögliche grenzĂŒbergreifende Kooperationspartner zusammenzubringen, um sich gegenseitig den Zugang zu Export- und Vertriebswegen auf neuen AbsatzmĂ€rkten zu erleichtern,“ so Dr. Matthias HĂŒppauff, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Wirtschaftsförderung Nordfriesland.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Wirtschaftsförderung Nordfriesland und der TĂžnder Kommune zusammen mit Dansk Industri, Unternehmensverband Unterelbe WestkĂŒste e. V. und Industrie- und Handelskammer zu Flensburg.
Die Veranstaltung ist ein Angebot des Interreg5a-Projektes „Fit4jobs@WaddenC“ und wird gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark mit Mitteln des EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung.

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Deutsch-DĂ€nisches Export-Netzwerken auf Schloss Schackenborg / Foto: D.Jensen

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