Mit dänisch-deutschem Wissenstransfer gegen Fachkräftemangel - Handwerk Nordfriesland
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Mit dänisch-deutschem Wissenstransfer gegen Fachkräftemangel



Abschlusskonferenz des grenzĂĽbergreifenden Interreg-Projekts Fit4Jobs@WaddenC

Ein großer Wirtschaftsraum von Esbjerg bis Eckernförde, mit freiem Austausch von Wissen und Arbeitskräften – das ist das Ziel des Interreg-Projekts „Fit4Jobs@WaddenC“ (Fit4Jobs). Das Projekt ist nach vier Jahren beendet, die Kontakte bleiben bestehen. Nach 160 Konferenzen, Barcamps, Unternehmensbesuchen und weiteren Aktivitäten mit insgesamt 2100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 600 teilnehmenden Unternehmen zogen die beteiligten Wirtschaftsförderer, Kommunen und Institutionen bei einer Abschlusskonferenz mit 37 Gästen im Nordfriesischen Innovations-Center NIC in Niebüll Bilanz.

Nordfrieslands stellvertretender Kreispräsident Siegfried Puschmann betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit unter Nachbarländern: „Die Welt ist nach dem 24. Februar eine andere geworden“, sagte er.

Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen erklärte die Motivation seiner Kommune, sich am Projekt zu beteiligen: „Für Tønder ist es wichtig, sichtbar zu machen, dass wir nicht am Rand von Dänemark liegen, sondern mitten in einem großen Wirtschaftsraum. Wenn man die Region südlich der Grenze dazu rechnet, haben wir hier genauso viele Arbeitsplätze wie in Esbjerg.“ Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordfriesland (WFG NF), bestätigte: „Ich denke, wir haben Menschen, die hier leben und arbeiten wollen, eine Menge zu bieten.“ Er berichtete, dass ein Nachfolge-Projekt in Planung sei. Dabei werde es ebenfalls um das drängende Problem der Gewinnung von Fachkräften gehen.

Die Kommune Tønder war führender Projektpartner von Fit4Jobs. Weitere Projektpartner waren der Kreis und die Wirtschaftsförderung Nordfriesland, in den ersten Jahren auch die Syddansk Universitet und die Tønder Handelsskole. Später stiegen die Wirtschaftsförderungen Esbjerg und Kolding, die Mind Factory by ECCO sowie die Wirtschafsförderung Rendsburg-Eckernförde in das Projekt ein. Dazu kamen 41 Organisationen und Institutionen als Netzwerkpartner. „Dieses große Netzwerk ist sehr attraktiv. So konnten wir interessierten Unternehmen eine ganze Liste möglicher dänischer Kooperationspartner liefern“, berichtete Stefan Lubomierski, Prokurist der Wirtschaftsförderung Rendsburg-Eckernförde. Dieser Business-Matchmaking-Service soll auch nach Auslaufen des Projekts weitergeführt werden.

Projektleiter Jan Jasper Diers aus Tønder und Dagmar Jensen von der Wirtschaftsförderung Nordfriesland berichteten von der Entwicklung des Projekts, das sich sowohl an Unternehmen wie an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und den Fachkräfte-Nachwuchs richtete. Sie dankten allen Firmen, die bereit waren, Studierenden- und Schülergruppen ihre Türen zu öffnen und über ihren Unternehmensalltag zu berichten. Zu Corona-Zeiten wurden diese Unternehmensbesuche durch Live-Video-Schaltungen ersetzt. Nordfriesland übernahm von den dänischen Nachbarn im Rahmen von Fit4Jobs den Neubürger-Service. Dabei geht es darum, Fachkräfte nicht nur bei der Arbeitssuche, sondern auch bei Fragen rund um die Wohnungssuche und Freizeitgestaltung zu unterstützen. „Durch die Zusammenarbeit mit den dänischen Partnern bekommen wir auf beiden Seiten der Grenze fachspezifisches Know-how und Denkanstöße für kreative Lösungen“, erklärte Dagmar Jensen. „Vielen Dank an die EU, dass wir durch das Interreg-Programm die Möglichkeit haben, buchstäblich unseren Horizont zu erweitern.“

Eine grenzüberschreitende Herausforderung ist bei vielen Unternehmen das Thema Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsabläufen. Die Firma SUATEC GmbH aus Schwarzenbek ist in dieser Branche tätig und sieht hier ein großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Dänemark: „Hier sind Nachfrage und Fachkräftebedarf so groß, dass wir den Wettbewerb beiseitelassen und unser Wissen austauschen sollten“, erklärte Vertriebsingenieur Reinhard Bauer auf der Fit4Jobs-Abschlusskonferenz.

Lebensmittelproduktion und erneuerbare Energien sind zwei weitere Themen mit großer Bedeutung für die Wirtschaft in der Grenzregion. Hier hat sich aus einem Fit4Jobs-Workshop mit Lebensmittelproduzenten eine Kooperation zwischen einem nordfriesischen Getränkehandel und dänischen Zulieferern ergeben. Über „grünen“ Wasserstoff und seine Anwendung in Mobilität und Industrie haben sich Unternehmen und Branchenorganisationen aus den Regionen um Esbjerg, Kolding, Tønder, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg in einem Online-Workshop ausgetauscht.

Gesammelte Informationen über den dänisch-deutschen Wirtschaftsraum gibt es auch nach Abschluss des Projekts auf der Internetseite work-in-de-dk.com, die sich an Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen richtet. Wirtschaftsinteressierte erfahren mehr auf business-de-dk.com.

Die Abschlusskonferenz fand im Rahmen des deutsch-dänischen Interreg5a-Projekts Fit4Jobs@WaddenC statt. Es wurde gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.


Herausgeber: Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland, Schloßstr. 7, 25813 Husum, www.wfg-nf.de
Verantwortlich i.S.d.P.: Dr. Matthias HĂĽppauff
Kontakt: Dagmar Jensen, 04841 6685-24, E-Mail d.jensen@wfg-nf.de

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