Gaspreisbremse statt Gasumlage - Handwerk Nordfriesland

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    Gaspreisbremse statt Gasumlage

    Bundesregierung kippt Gasumlage vor dem geplanten Start – Stadtwerke Husum entfernen Posten aus der Rechnung – Ausgestaltung der Gaspreisbremse noch offen

    Kurz vor ihrem geplanten Start am 1. Oktober hat die Bundesregierung die Gasbeschaffungsumlage gekippt. Stattdessen hat der Gesetzgeber am Donnerstag (29. September) eine Bremse beim Gaspreis angekĂŒndigt. Außerdem gilt ab diesem Monat eine geringere Mehrwertsteuer auf Gas: Sie fĂ€llt von 19 auf sieben Prozent. Diesen Vorteil geben die Stadtwerke Husum in vollem Umfang an ihre Kunden wei-ter. „Über diese Nachrichten freuen wir uns, es bedeutet eine deutliche Entlastung fĂŒr alle Kundinnen und Kunden. Auch wenn die Entscheidungsfindung der Ampel chaotisch ablief“, sagt Benn Olaf Kre-tschmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtwerke Husum. Er betont: Unsere Kundinnen und Kunden können durch den Wegfall der Umlage mit einem niedrigeren Arbeitspreis rechnen. Auch die Senkung der Mehrwertsteuer geben wir eins zu eins weiter. Sobald seitens der Regierung klar ist, wie genau die Gaspreisbremse umgesetzt werden soll, geben wir auch dies zum Wohle unserer Kunden weiter“.

    UrsprĂŒngliche Idee: Den Gasmarkt stabilisieren
    Mit der Gasbeschaffungsumlage wollte der Gesetzgeber den Gasmarkt stabilisieren. Sie sollte zur Ret-tung angeschlagener Importeure wie Uniper eingesetzt werden. Doch noch vor dem Inkrafttreten wurde der grĂ¶ĂŸte Importeur Uniper verstaatlicht und andere Importeure erhalten Kapital aus öffentlichen Mit-teln. Deshalb wurde die Gasbeschaffungsumlage zurĂŒckgezogen. Auf der Gasrechnung stehen somit ab Oktober also 2,419 Cent pro Kilowattstunde weniger als angekĂŒndigt.

    So geht es weiter
    Mit der Gaspreisbremse will der Gesetzgeber die hohen Energiekosten fĂŒr die Verbraucherinnen und Verbraucher abfedern. DafĂŒr hat sich die Koalition nun auf ein 200 Milliarden Euro starkes Programm geeinigt. Wie genau die Summe fĂŒr die Begrenzung der hohen Preise eingesetzt wird, verkĂŒndet die Bundesregierung voraussichtlich in den nĂ€chsten Tagen. Benn Olaf Kretschmann weist einmal mehr darauf hin, dass Energiesparen trotz der staatlichen Entlastung eine wichtige Maßnahme ist: „Die Situa-tion ist nach wie vor kritisch, wir alle mĂŒssen solidarisch unseren Energieverbrauch herunterfahren.“ sagt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer.

    FĂŒr Puffer am Jahresende sorgen
    „Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden, ihre Abschlagszahlungen dennoch nicht nach unten anzupassen“, sagt Benn Olaf Kretschmann. Denn an den exorbitant hohen Beschaffungspreisen Ă€n-dere sich durch den Wegfall der Umlage nichts. Man könne nicht sagen, wie sich die Situation am Markt weiterentwickelt. „Es schadet nicht, einen Puffer fĂŒr das Jahresende zu haben“, empfiehlt er.

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